better stay rotten...


Die Seele des Werwolfes
Bilder der Seelenhaut - Der Schwarze und der Weiße




Brade and Righ
Night and Day
Black and White...






"You make my light blazing
like I deepen your shade
bonded forever
but never the same
we are the two sides
of eternity..."




ich bin ein traumtänzer, weltenfremd. jemand, der vom scheitel bis zur zehe und aus ganzem herzen verleugnet, was er ist. und jemand, den die sehnsucht nach dingen verrückt macht, die immer unerreichbar sein werden, denn ich werde immer in dieser menschenhaut gefangen sein, in diesem widerlichen körper, in dieser seichten welt.
es wird mir niemals möglich zu sein, das gras unter meinen pfoten zu spüren oder den wind in meinem fell zu haben, und es wird mir niemals möglich sein, im ausdauernden lauf durch die wildnis zu huschen. genauso wenig wird es mir jemals möglich sein, durch formen zu wechseln, die vielleicht manch anderer als schrecklich oder abstoßend empfinden mag.
gleichermaßen verwehrt wird es mir sein, all dies in einer anderen zeit zu tun, die oftmals als "dunkel" bezeichnet wird und es in mancherlei hinsicht gewiss auch gewesen ist... doch in diesem zeitalter schlummern die restlichen stoffe, aus denen die sehnsucht gewoben wurde.

seit ich denken kann, habe ich verzweifelt nach einer realität hinter der realität gesucht. nach dem tieferen sinn hinter der oberfläche, doch ich habe nichts gefunden, und die welt blieb und bleibt oberflächlich, flach, seicht- ein ort, an dem zu leben im kreis menschlicher gesellschaft tag für tag eine qual ist, die auf dauer zugrunde richtet.
ich will nicht einsehen, dass das alles ist. dieser vorgegebene trott. ich werde innerlich nie aufhören dagegen zu kämpfen, manchmal auch äußerlich, bis ich irgendwann einen weg gefunden habe, um frei zu sein.

um diese freiheit zumindest geistig zu leben und die realität ertragen zu können, wandere ich seit jeher in eigenen welten, die sich nun auf das rollenspiel umgelegt haben. rollenspiel... der ort, an und durch den ich lebe.
falsche prioritäten?
nein.
lediglich die unlust am übrigen dasein.



Der Seelenspiegel {Nachtwandler}


der seelenspiegel zeigt die vielen schichten des inneren, verdeutlicht den zweiteiligen kern, denn einheit liegt immer mehreren zugrunde. es gibt zwei bilder, die sich in ihm spiegeln, dort flackern und schwarz und weiß mischen in einem immerwährenden kampf, in dem es weder sieger noch verlierer geben kann, denn beide brauchen einander, um eins sein zu können... um bestehen zu können.


der schwarze {dark, nachtwolf}

die facetten des "dunklen" egos, die schwarze seite des seelenspiegels.
der gewaltige, einäugige und narbige nachtschwarze, dessen klauen und fänge nach blut gieren und der von zorn und hass erfüllt ist. hass und zorn auf die zweibeinige welt, die gesellschaft, sich selbst, die sonne, den tag und noch einiges mehr.
er begegnet der umwelt zynisch, quält sie mit seinen launen, mit bissigen worten, rauher brachialität und destruktiven anwandlungen. er will zerstören, was er hasst, und selbst wenn die wege dazu noch so klein sind- es gibt sie, und er nutzt sie. er ist pessimistisch, da alles andere vergeudete liebesmüh ist, und für vergeudung hat er keinen sinn. die welt- ein verabscheuungswürdiger ort, stinkend, verrottend, und da man hindurch waten muss, stinkt man bald ebenso und wird auf die klänge und das vergehen gestimmt. er will ausbrechen, immer und überall, die kleinste andeutung einer einschränkung peitscht seinen zorn und treibt ihn fort- oder richtet ihn gegen die neue kette.
der schwarze ist ruhelos... denn zorn und hass werden niemals ihren quell verlieren können, solange er existiert.

manchmal... ist er des tobens müde, manchmal fällt er auch und bleibt liegen- für eine weile. dann treten zorn und hass in den hintergrund und geben ihren platz einer melancholie über die bloße und scheinbar so vergeudete existenz frei, und resignation sowie verzweiflung gesellen sich hinzu. ziellos irren dann die gedanken umher, begleitet von einem inneren schmerz, der öl in tosend schwarze seelenglut gießt und sie aufflammen lässt.
manchmal... erkaltet dieser zustand, lässt ihn erstarren, sich zurückziehen und völlig unzugänglich für die außenwelt werden. isolation, die sich niemals richtig entfalten kann.


der weiße {count, raindancer}

das "helle" ego... der weiße graf, die lichte seite des seelenspiegels.
der mächtige weiße mit den flammenden augen, dessen blick vor stärke brennt. er ist der wissende, die stütze des schwarzen, der seine finstere sicht immer wieder erhellt, wenn er zu ihm durchdringen kann. er kennt das leid, doch er weiß, dass das leid nicht ohne die freude existieren kann, und ihm sind beide seiten bekannt. er sieht diese freuden in den kleinsten dingen, und er kämpft dafür als auch gegen den innerlichen verfall des schwarzen, mit dem er sich mehr und mehr verwebt- und langsam erstickt.
doch er flieht nicht, ruht zumeist, bis er wieder in den vordergrund treten kann, um die zeit für eine weile mit zuversicht, tatkraft und innerer stärke zu erhellen. die seite des feuers, die nicht zerstört, sondern wärmt.

er kann nicht immer helfen, so bot er die flucht des traumes, wohl wissend, dass die sehnsucht danach immer unerfüllt bleiben würde. doch weiß er genauso um die kraft der träume, um die macht der hoffnung, denn solange auch nur ein kleiner funken von ihr bestand hat, so lange setzen sich die schritte von schwarz und weiß fort.

der weiße ist bereits vor langer zeit müde geworden. doch er bleibt nicht liegen, bleibt nicht zurück- er wird lediglich dem schwarzen folgen, denn sie sind untrennbar miteinander verbunden, zwei hälften so ähnlich und doch wie feuer und wasser.











Black Records Howling The Watcher Moments








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