better stay rotten...
Moments

schwarz brandet noch immer, schwächer und schwächer - doch er läuft aus, muss sich von sich selbst erholen.

weiß hat die ruhelosigkeit wieder durch geduldiges warten ersetzt und übertüncht den alltags-gestank mit beruhigenden bildnissen im seelenfluss und einer tranceartigen zuflucht.
sachtes wohlbehagen lädt dort selbst schwarz zum verweilen ein, und bald wieder einträchtig verfallen beide in betäubende ruhe.
25.4.09 06:19


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... so schlägt einmal mehr lähmender alltag seine zähne in wunde seelenhaut und reißt sie in fetzen. abermals fallen die gitter hinter der abenteuerlichen freiheit ins schloss, und schwarz brandet wie besessen vor sehnsucht gegen den käfig.
heißes, schaumflockendes maul gegen kalten stahl, blutige zähne und klauen gegen kreischende ketten.
ich fühle mich ganz wund davon.

selbst weiß ist unruhig und haltlos, und der unbändige drang, jeden moment wacher zeit füllen und trinken zu müssen um nicht zu ersticken, bricht wieder hervor.

soll der strapazierte körper den wirren geist unterdrücken und den widerstand in den hintergrund drängen.
20.4.09 05:24


mein körper ist das schlachtfeld, auf dem ich so lange gekämpft habe... und immer noch kämpfe.

und auch große, starke hände können das nichts nicht aufhalten.
22.10.08 20:29


sie saßen einmal mehr voreinander. der eine vor dem käfig, der andere darin eingeschlossen.

schwarz regte sich nicht, und so blieben die ketten stumm. ein gewaltiger leib, reglos; doch kaum mehr als ein verkümmerter berg von nachtfarbenem fell mit glühenden augen. abgebrochene zähne, abgewetzte klauen, narben. kraftlosigkeit hatte im käfig einzug gehalten und zerzauste schwarz den pelz, um haut und fleisch darunter langsam zu verzehren.

weiß hockte näher als sonst vor den gittern. noch immer aufrecht, mittlerweile mehr mager denn schlank. rippenbögen zeichneten sich unter dem noch immer dichten, aber etwas struppigen fell ab. noch immer glomm hoffnung und zuversicht in dem flammenden blick... doch müdigkeit hatte einzug gehalten und dämpfte sein licht.



schwarz atmete gedehnt aus. "manchmal will das feuer hinaus, doch noch während es empor schlägt und zu tosen beginnt... erstirbt es wie fortgewischt."
weiß verstand. deine zähne sind stumpf, und dein wille bröckelt.
schwarz fuhr unbeirrt fort. "an manchen tagen stören die gitter nicht mehr - und die ketten werden zu einer zweiten haut."
du bist schwach geworden. abgelegen wie ein altes stück fleisch.
nun verzog schwarz die lefzen. nicht in zorn - in müder erheiterung. "ja... abgelegen. abgetragen. abgenutzt. aufstehen sollte ich... ich bin so müde."
du kämpfst nicht mehr.
schwarz brummte. "schlimmer ist etwas anderes. ich lächle, obwohl ich zuschlagen, zerreißen... mich wenigstens wehren müsste."
weiß wiegte nachdenklich und bekümmert den kopf.
du verlierst dich.
"und du?"
14.6.08 09:42


die widerborstige wurde aus dem fenster geworfen. dann heulte ich, gab mich zu erkennen - und im traum brachte oder zwang das geheul die zweibeiner dazu, sich ebenso in wölfe zu verwandeln... und dann führte ich sie fort von ihren bauen, über die felder.
ein großes, vielköpfiges rudel, auf der suche nach einem besseren ort.
26.4.08 10:01


man möchte schreien. doch der schrei ist nicht mehr als ein entsetzter blick und ein innerliches würgen, als der traum abrupt unterbrochen wird.
der alltag beendet mit voller wucht das weiche traumtanzen in freiheit. eben gab es noch gras unter den läufen, nun watet man durch dampfenden gestank und brodelnden auswurf. tausend nadeln aus zeit durchstechen haut und fleisch und jagen verzweiflung in die adern.
die kehle wie zugedrückt. und die furchtbare last auf den schultern, die so lange fort gewesen.

nach jeder rückkehr ist der käfig enger, unerträglicher, schneiden die ketten mehr und mehr ins fleisch. wie soll ich nur....?
so wie immer. einfach funktionieren. und erdulden.
16.4.07 06:20


schwarz eckt und kantet.
er gebiert harte, schroffe kanten, eisig und harsch, wirft sie aus sich hinaus, zwischen den gittern hindurch, hinaus, hinaus.
dann wirft er mit sich selbst. er fühlt sich nicht, doch er sieht sich, kann sich beobachten... neugierig. losgelöst von sich selbst hat auch das gefängnis, der käfig, keine bedeutung mehr - losgelöst ist nichts von belang; nicht weiß, nicht alltag, nicht schmerz, noch freude oder leid.

nichts berührt
nichts verführt
nichts bewegt
alles verlebt


weiß beobachtet die hülle und den losgelösten rest.
unerreichbar...
haltlos.
22.3.07 23:40


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