better stay rotten...
"im winter werden die gedanken dunkel."

nur bedingt. verhasste sommerhitze hält das innere dunkel auch nicht fern.

wie auch immer. ich glaube, mich plagt wieder einmal so etwas wie "heimweh"... oder etwas, für das ich keinen namen kenne. ein blick in die vergangenheit, und es ist als wäre ein damm gebrochen. eine flut aus alten eindrücken, erinnerungen, gerüchen und empfindungen quillt hervor und lockt weiter in die tiefe hinab. ein tauchgang in die alte welt, in das, was einmal war; vielleicht auch in das, was hätte sein können... ich weiß nicht, warum, aber sie lässt mich nicht los.
bedauern und wehmut, wofür und weswegen genau?
was damals sehnsucht war, scheint nun der blick zurück zu sein.

vielleicht ist es der geschmack des allmählich aufziehenden winters. ich erinnere mich noch an die sanfte dämmerung, an den weg, den ich so oft ging, die meter der träume und der illusionen.
ich erinnere mich noch an das ferne gefühl, an die unsichtbaren begleiter, das unsichtbare rudel, das in den feldern lief, mit mir, um mich herum.
bis die ersten häuser, die erste straßenlaterne das innere bild verscheuchte.

ich erinnere mich an das einsame toben im schnee, den hang. die wohlige kälte, das tiefe weiß, die klirrende stille... und ich.
ich erinnere mich an die kalte sonne, den glitzernden stahl der gleise, daneben fell und knochen im schnee... ein rehskelett.
seelenknochen, und immer war da einsamkeit.
ich erinnere mich...
vergangen, aber nicht vorbei.

//

muss die alten wege noch einmal gehen, die orte noch einmal berühren. wer weiß, ob es mehr bringt als einen weiteren dammbruch, vielleicht auch enttäuschung oder andere dinge... aber das gefühl, zu müssen, lässt sich nicht abschütteln oder vergessen.
13.11.12 18:25
 


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