better stay rotten...
schlaflos.

seit ich damit begonnen habe, zumindest die halbe woche kurz nach fünf aufzustehen um vor der arbeit die leidige hülle an muskelkraft und ausdauer zu erinnern, gelingt es mir irgendwie nicht mehr zu schlafen.
seis drum.

besagte arbeit zerrt bei weitem zu viel an meinem nervenkostüm; es vergeht kaum ein tag an dem ich nicht damit hadere. mit dem weg, den ich notgedrungen eingeschlagen habe und der sich wohl nicht so einfach wieder verlassen lässt.
den ganzen tag lang pochen im hinterkopf trübe gedanken wie fette adern, die sich an der vergangenheit und unklaren zukunftsaussichten mästen.
ich bin ein vierteljahrhundert alt und habe immer noch nicht gelebt, kaum einen schritt in die richtige richtung gesetzt und vieles von dem verloren, was wichtig war und wichtig ist. meine hülle hat sich nur in die leere, mechanische reihe von anderen hüllen eingereiht, die tag um tag ihren alltag absolvieren, um sich ihre existenz zu finanzieren.
vielleicht ist es hämischer masochismus, der mich immer dorthin treibt, wo ich eigentlich nicht sein möchte; der mich immer wieder zu der ansicht führt "das ist irgendwie auszuhalten".

ist es wohl auch. aber der preis... die verbleibende freie zeit um zu versuchen, sein dasein mit "leben" zu füllen, ist so gering, zu wenig. wo einen die arbeit nicht durch bloße anwesenheitspflicht auffrisst, klammert sie sich noch in die gedanken wie eine widerwärtige zecke, macht müde und unfähig, den abenden ein wenig sinn abzuringen.
die konstant notwendig geheuchelte freundlichkeit, das permanente achten auf "subjektivität" ist so zermürbend; ständig muss der zorn geschluckt werden und erstarrt zu einer blutgierigen fratze.
ich bins so leid.

weder eine kleine gehaltserhöhung noch das erreichen der zielvereinbarungen (und die zugehörige sonderauszahlung) vermögen darüber hinweg zu trösten. wie auch; immer mehr arbeit wird auf unseren rücken abgeladen, und da sie wenig erfreulich ist und man aufgrund der alltäglichen telefonate ohnehin keine zeit hat, um sie wenigstens in ruhe zu erledigen...

ich habe das gefühl, als hätte ich alles verpasst; vor allem wenn ich mir die liste an dingen ins gedächtnis rufe, die ich gerne noch lernen bzw. mit denen ich mich gerne beschäftigen würde. dumm, dass man immer erst im hinterher schlauer ist bzw. einem in kindestagen / der jugendzeit der notwendige weitblick fehlt.
zumindest die zeichnerei würde ich gerne wieder aufwärmen, auch wenn ich noch nicht weiß, wie das funktionieren soll. vielleicht findet sich dennoch irgendwo ein weg.

gebunden und gefesselt.
3.4.09 05:47
 


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