better stay rotten...
sie saßen einmal mehr voreinander. der eine vor dem käfig, der andere darin eingeschlossen.

schwarz regte sich nicht, und so blieben die ketten stumm. ein gewaltiger leib, reglos; doch kaum mehr als ein verkümmerter berg von nachtfarbenem fell mit glühenden augen. abgebrochene zähne, abgewetzte klauen, narben. kraftlosigkeit hatte im käfig einzug gehalten und zerzauste schwarz den pelz, um haut und fleisch darunter langsam zu verzehren.

weiß hockte näher als sonst vor den gittern. noch immer aufrecht, mittlerweile mehr mager denn schlank. rippenbögen zeichneten sich unter dem noch immer dichten, aber etwas struppigen fell ab. noch immer glomm hoffnung und zuversicht in dem flammenden blick... doch müdigkeit hatte einzug gehalten und dämpfte sein licht.



schwarz atmete gedehnt aus. "manchmal will das feuer hinaus, doch noch während es empor schlägt und zu tosen beginnt... erstirbt es wie fortgewischt."
weiß verstand. deine zähne sind stumpf, und dein wille bröckelt.
schwarz fuhr unbeirrt fort. "an manchen tagen stören die gitter nicht mehr - und die ketten werden zu einer zweiten haut."
du bist schwach geworden. abgelegen wie ein altes stück fleisch.
nun verzog schwarz die lefzen. nicht in zorn - in müder erheiterung. "ja... abgelegen. abgetragen. abgenutzt. aufstehen sollte ich... ich bin so müde."
du kämpfst nicht mehr.
schwarz brummte. "schlimmer ist etwas anderes. ich lächle, obwohl ich zuschlagen, zerreißen... mich wenigstens wehren müsste."
weiß wiegte nachdenklich und bekümmert den kopf.
du verlierst dich.
"und du?"
14.6.08 09:42
 


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