better stay rotten...
"im winter werden die gedanken dunkel."

nur bedingt. verhasste sommerhitze hält das innere dunkel auch nicht fern.

wie auch immer. ich glaube, mich plagt wieder einmal so etwas wie "heimweh"... oder etwas, für das ich keinen namen kenne. ein blick in die vergangenheit, und es ist als wäre ein damm gebrochen. eine flut aus alten eindrücken, erinnerungen, gerüchen und empfindungen quillt hervor und lockt weiter in die tiefe hinab. ein tauchgang in die alte welt, in das, was einmal war; vielleicht auch in das, was hätte sein können... ich weiß nicht, warum, aber sie lässt mich nicht los.
bedauern und wehmut, wofür und weswegen genau?
was damals sehnsucht war, scheint nun der blick zurück zu sein.

vielleicht ist es der geschmack des allmählich aufziehenden winters. ich erinnere mich noch an die sanfte dämmerung, an den weg, den ich so oft ging, die meter der träume und der illusionen.
ich erinnere mich noch an das ferne gefühl, an die unsichtbaren begleiter, das unsichtbare rudel, das in den feldern lief, mit mir, um mich herum.
bis die ersten häuser, die erste straßenlaterne das innere bild verscheuchte.

ich erinnere mich an das einsame toben im schnee, den hang. die wohlige kälte, das tiefe weiß, die klirrende stille... und ich.
ich erinnere mich an die kalte sonne, den glitzernden stahl der gleise, daneben fell und knochen im schnee... ein rehskelett.
seelenknochen, und immer war da einsamkeit.
ich erinnere mich...
vergangen, aber nicht vorbei.

//

muss die alten wege noch einmal gehen, die orte noch einmal berühren. wer weiß, ob es mehr bringt als einen weiteren dammbruch, vielleicht auch enttäuschung oder andere dinge... aber das gefühl, zu müssen, lässt sich nicht abschütteln oder vergessen.
13.11.12 18:25


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allein zuhaus. nur ich und die fellwürste... wie früher.
seltsames gefühl, da: lange nicht mehr gehabt.
bin gespannt, ob man dieses turbulente heute tatsächlich als ersten schritt in eine neue richtung betrachten kann... ich hoffe es, wünsche es mir für sie.

dass es prompt heute, wo man noch mit sommerreifen längere strecken vor sich hat, natürlich plötzlich schneien musste, übersehen wir einfach mal gnädigerweise. zwei von acht strecken sind schließlich schon geschafft, und das wochenende ist zu kurz, um nichts anderes damit anzustellen, als sich den kopf über ein paar flocken zu zerbrechen.
früher war ich da viel entspannter... nun ja, früher war ich der "anderen seite" ja auch viel näher.

muss festhalten, dass ich mich nach langer verweigerung nun doch bei fratzenbuch angemeldet habe. offenbar ist es heutzutage einfach nicht mehr möglich, mit diversen leute auf "normalem" weg in kontakt zu bleiben.
selbst mein windiger vater hängt nun an der angel, auch wenn sein halber roman nur aus selbstmitleid bestand.
der ärmste.

aufgrund der kontaktpflege wirft man wieder einmal einen tieferen blick in die vergangenheit... seltsam, wie alte worte die alten emotionen geradewegs an die oberfläche befördern, als läge alles nicht schon mehr als ein jahrzehnt zurück.
aber der blick nach hinten fällt immer einfacher als der blick nach vorne - was hinter einem liegt, weiß und kennt man, doch das vorne liegt im ungewissen....
27.10.12 16:02


weiß schon gar nicht mehr, wie es ist, sein dasein in worten fest zu halten. lohnt es sich? nun, immerhin lässt sich im sinne des therapiegedankens manche regelmäßigkeit oder dergleichen feststellen, diverse schwankungen und dererlei...

gefangen im rhythmus von zorn, zweifeln, neutralität, melancholie; ein beständiges auf und ab - spielt es eine rolle, was, wann, wie und warum?

erschreckend, wie lange das letzte lebenszeichen her ist. hat sich etwas geändert? wenig.
sicher, mehr tiere als zuvor, aber ich weiß noch immer nicht, wo die persönliche reise hingehen soll; das arbeitsumfeld fördert die rebellische ader und der wunsch nach handlung ist groß... nur leider wenig zielgerichtet, und so verpufft der tatendrang vergeblich und ungenutzt.

waten wir immer noch im sumpf? die welt wird nicht besser, ihre veränderung ist eine abwärtsführende spirale, unaufhaltsam, nicht mehr zu retten.
ändern wir uns? persönlich, ja, ein wenig. doch der weiteste weg ist der ohne ziel; und der körper erinnert vermehrt an den fortschritt von alter und verfall...

festgehalten:
- pferde, 3
- frettchen, 5
- größere, modernere wohnung notwendig; im idealfall ein kleiner hof
- 400€ netto pauschale (!! dafür bleibe ich mit sklavischer ergebenheit nur zu gerne zuhause)
- konzernumbrüche sind scheiße, gehalt zu gering
- esm muss gestoppt werden
- diverse hobbies wollen wieder mehr beachtet werden
- wolf schläft.
11.5.12 22:10


schwarz brandet noch immer, schwächer und schwächer - doch er läuft aus, muss sich von sich selbst erholen.

weiß hat die ruhelosigkeit wieder durch geduldiges warten ersetzt und übertüncht den alltags-gestank mit beruhigenden bildnissen im seelenfluss und einer tranceartigen zuflucht.
sachtes wohlbehagen lädt dort selbst schwarz zum verweilen ein, und bald wieder einträchtig verfallen beide in betäubende ruhe.
25.4.09 06:19


... so schlägt einmal mehr lähmender alltag seine zähne in wunde seelenhaut und reißt sie in fetzen. abermals fallen die gitter hinter der abenteuerlichen freiheit ins schloss, und schwarz brandet wie besessen vor sehnsucht gegen den käfig.
heißes, schaumflockendes maul gegen kalten stahl, blutige zähne und klauen gegen kreischende ketten.
ich fühle mich ganz wund davon.

selbst weiß ist unruhig und haltlos, und der unbändige drang, jeden moment wacher zeit füllen und trinken zu müssen um nicht zu ersticken, bricht wieder hervor.

soll der strapazierte körper den wirren geist unterdrücken und den widerstand in den hintergrund drängen.
20.4.09 05:24




"es ist schon so lange her
und nun fühle ich nicht mehr"
3.4.09 05:54


schlaflos.

seit ich damit begonnen habe, zumindest die halbe woche kurz nach fünf aufzustehen um vor der arbeit die leidige hülle an muskelkraft und ausdauer zu erinnern, gelingt es mir irgendwie nicht mehr zu schlafen.
seis drum.

besagte arbeit zerrt bei weitem zu viel an meinem nervenkostüm; es vergeht kaum ein tag an dem ich nicht damit hadere. mit dem weg, den ich notgedrungen eingeschlagen habe und der sich wohl nicht so einfach wieder verlassen lässt.
den ganzen tag lang pochen im hinterkopf trübe gedanken wie fette adern, die sich an der vergangenheit und unklaren zukunftsaussichten mästen.
ich bin ein vierteljahrhundert alt und habe immer noch nicht gelebt, kaum einen schritt in die richtige richtung gesetzt und vieles von dem verloren, was wichtig war und wichtig ist. meine hülle hat sich nur in die leere, mechanische reihe von anderen hüllen eingereiht, die tag um tag ihren alltag absolvieren, um sich ihre existenz zu finanzieren.
vielleicht ist es hämischer masochismus, der mich immer dorthin treibt, wo ich eigentlich nicht sein möchte; der mich immer wieder zu der ansicht führt "das ist irgendwie auszuhalten".

ist es wohl auch. aber der preis... die verbleibende freie zeit um zu versuchen, sein dasein mit "leben" zu füllen, ist so gering, zu wenig. wo einen die arbeit nicht durch bloße anwesenheitspflicht auffrisst, klammert sie sich noch in die gedanken wie eine widerwärtige zecke, macht müde und unfähig, den abenden ein wenig sinn abzuringen.
die konstant notwendig geheuchelte freundlichkeit, das permanente achten auf "subjektivität" ist so zermürbend; ständig muss der zorn geschluckt werden und erstarrt zu einer blutgierigen fratze.
ich bins so leid.

weder eine kleine gehaltserhöhung noch das erreichen der zielvereinbarungen (und die zugehörige sonderauszahlung) vermögen darüber hinweg zu trösten. wie auch; immer mehr arbeit wird auf unseren rücken abgeladen, und da sie wenig erfreulich ist und man aufgrund der alltäglichen telefonate ohnehin keine zeit hat, um sie wenigstens in ruhe zu erledigen...

ich habe das gefühl, als hätte ich alles verpasst; vor allem wenn ich mir die liste an dingen ins gedächtnis rufe, die ich gerne noch lernen bzw. mit denen ich mich gerne beschäftigen würde. dumm, dass man immer erst im hinterher schlauer ist bzw. einem in kindestagen / der jugendzeit der notwendige weitblick fehlt.
zumindest die zeichnerei würde ich gerne wieder aufwärmen, auch wenn ich noch nicht weiß, wie das funktionieren soll. vielleicht findet sich dennoch irgendwo ein weg.

gebunden und gefesselt.
3.4.09 05:47


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